So wird richtig verzinnt!

 

Vorwort

Alle Fragen sich wie es geht, VERZINNEN !, mit dieser Anleitung sollte es nicht wirklich mehr ein Problem darstellen Zinnarbeiten selber durchzuführen. Verzinnen ist im Grunde nichts anderes wie spachteln, nur mit Metall! Der Vorteil vom zinnen liegt definitiv darin, daß verzinnte teile länger ihre Form beibehalten, und sich nichts absetzt, wie es üblicherweise bei normaler Spachtelmasse nach einigen Monaten geschieht! Je stärker das Karosserieteil beansprucht wird, desto schneller kann man die Spachtelspuren entdecken. Das Kommt dadurch zustande, weil das material arbeitet (sich ineinander Bewegt), und gewöhnliche Spachtelmasse Arbeitet halt nicht mit-, sondern gegen diese inneren Bewegungen, da die Spachtelmasse bockhart ist! Deswegen immer so wenig und dünn spachtel auftragen wie nötig!!!

Beim verzinnen hingegen, entsteht eine metallische Verbindung, durch Zuhilfenahme der Zinnpaste. Wodurch dass Zinn optimal auf die Zug- und Druck - Kräfte, die in den beanspruchten Karosserieteilen entstehen, entgegenwirken / bzw. mitarbeiten kann. Zinn wird auch nicht so hart wie spachtel (welche eher spröde und brüchig ist), was erklärt, wodurch dieses mitarbeiten des Zinns im Metall möglich wird!

Im Grunde genommen kann man diese Technik für alles Mögliche benutzen, sei es um Beulen aus Karosserieblechen zu entfernen, oder Cleanarbeiten durchzuführen! Es gibt aber 2 unterschiedliche Vorgehensweisen, zwischen denen man wählen sollte, bevor es losgeht!

1. Teile die Waagerecht liegen (Motorhaube), oder teile die man Waagerecht legen kann (Kofferraumdeckel, etc, ausgebaute Türen), sollte man das Zinn verflüssigen und auf die gewünschte stelle laufen lassen, dadurch werden Hohlräume vermieden, und man bekommt ein Sauberes Ergebnis. Ich habe ein Gasschweißgerät benutzt, womit man eine enorm heiße flamme hinbekommt, und wenn man geschickt ist, kann man das flüssige Zinn direkt von der festen Stange einlaufen lassen, oder ihr könnt auch ein kleines Stahl-/Alu-gefäß nehmen, und darin das Zinn erst verflüssigen, falls euch das direkte Reinlaufen lassen zu kniffelig ist!

2. Teile die Senkrecht angebracht sind, wie z.B. das Abschlussblech, kann man die 1.Methode nicht anwenden, sondern man muss das Zinn erst erwärmen, mit einem normalem Gasbrenner, biss es ziemlich schwabbelig wird, und dann auf die gewünschte stelle aufdrücken! ein bissel kniffeliger als die erste Version, und man brauch ein wenig Übung, bis nicht die hälfte der Zinnstange mehr auf dem Boden verteilt wird, aber dann sollte es doch auch ganz gut funktionieren, Vorteil dieser Methode, sie kann auch bei waagerechten flächen angewandt werden, wichtig für die Leute, die keine Möglichkeit haben das Zinn stark zu erhitzen, um es flüssig zu halten.

Auf die 2. Methode werde ich Anhand eines Beispiels näher eingehen, da man diese Technik immer benutzen kann, und man sich denke ich daraus ableiten kann, wie es ungefähr von statten geht, wenn man sich für die Flüssigzinnvariante entschieden hat!

 

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